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Über uns
Unser Erbe
1873 waren drei mutige Frauen überzeugt, von Gott berufen zu sein, eine franziskanische Gemeinschaft zu gründen, um Menschen in Not helfen zu können. Sie verliessen ihre zehnköpfige Gemeinschaft, welche in Schwarzach, Deutschland, ein Waisenhaus führte und fuhren nach Amerika ab. Diese drei jungen Frauen, Emma Franziska (Mutter Alexia) Höll, Paulina (Mutter Alfons) Schmid, und Helena (Schwester Clara) Seiter, liessen sich in New Cassel, jetzt Campbellsport, Wisconsin nieder. Sie hatten den Traum, anderen Einwanderern zu helfen und eine grosse Gemeinschaft zu bilden, die den vielen Nöten der Kirche begegnen sollte. Am 28. April 1874 wurde die Gemeinschaft der Schulschwestern des hl. Franziskus gegründet. Unsere Schwestern begannen in den Pfarrschulen zu wirken und Antwort auf den Ruf der Kirche in den Vereinigten Staaten zu geben.
Trotz der finanziellen und politischen Schwierigkeiten reiste Mutter Alexia 1895 nach Europa. Die Schulschwestern hatten in Amerika ihr Augenmerk auf die Erziehung in Pfarrschulen gelegt. Nachdem Mutter Alexia in Europa die Bedürfnisse der Menschen abgeklärt hatte, wurde der Einsatz der Gemeinschaft auf eine Vielfalt von Diensten ausgerichtet. Die Aufgaben umfassten: Leitung von Krankenhäusern, Kindergärten, Waisenhäusern und Heime für schwierige Jugendliche, sowie Wohnheime für junge Frauen, die eine höhere Ausbildung erstrebten. Die Schwestern übernahmen auch Pastoralarbeit und Kranken- und Altenpflege, nebst vielen anderen Diensten. In Europa wirkten unsere Schwestern hauptsächlich in Deutschland und in der Schweiz. Mutter Alexia beantragte 1907 in Rom die Anerkennung als Europäische Provinz und ihr Gesuch wurde vom Papst Pius X. bewilligt. Mit dem Wachstum der Kongregation und mit den zahlreichen Herausforderungen, die damit verbunden waren, pflegte sie mit Vorliebe folgenden Spruch zu wiederholen: „Unmöglich ist ein Wort, das ich nicht kenne“. Nachdem sie von 1874 bis 1907 die Gemeinschaft gegründet und geleitet hatte, trat sie von ihrem Amt als Generaloberin zurück, um Oberin der Europäischen Provinz bis zu ihrem Tod im Jahre 1918 zu werden.
Unter der Leitung von Mutter Alfons eröffneten die Schulschwestern folgende Institutionen: die Alvernia Oberschule in Chicago und die Madonna Oberschule in Aurora, Illinois; St. Marys Hill, ein psychiatrisches Krankenhaus in Milwaukee, Wisconsin; die Seraphic-Druckerei und das Konservatorium des St. Joseph-Konvents in Milwaukee, Wisconsin. Wir haben Teil an Christi Sendung und sehen die zentrale Aufgabe unserer Kongregation in unserem Einsatz in der Erziehung, der Gesundheitsfürsorge, der Sozialarbeit und dem Pastoraldienst. Mutter Alfons starb 1929 und ist neben ihrer geliebten Mutterhauskirche begraben. Andere Frauen folgten diesen mutigen Gründerinnen als Leiterinnen unserer Kongregation, während unsere Gemeinschaft sich international ausdehnte. Die Ausbreitung umfasste in den folgenden Jahrzehnten eine Schule in China, zwei Stationen in Indien, mehrere Krankenhäuser in Deutschland und ein Waisenhaus in Honduras. In den Vereinigten Staaten breitete sich die Tätigkeit mit folgenden Institutionen aus: Alverno College für die Allgemeinbildung und die Pflegeschule des Herz-Jesu-Sanatoriums in Milwaukee, Wisconsin; ein Krankenhaus in Waupun, Wisconsin; die St. Joseph-Oberschule in Kenosha, Wisconsin; die Ryan Oberschule in Omaha, Nebraska; sowie Aufgaben in multikulturellen Pfarreien und Nachbarschaften. Eine Provinz entfaltete sich in Lateinamerika mit Niederlassungen in Costa Rica, Honduras, Guatemala, Nicaragua, Peru und Mexiko. Sie wurde „Vereinigung der Franziskanerinnen Lateinamerikas“ oder „ULAF“ genannt. Die Betonung in dieser Provinz liegt auf Pastoralarbeit, Erziehung, Gesundheitsfürsorge, Arbeit unter den einheimischen Volksstämmen und in dem von unseren Schwestern gegründeten Waisenhaus in Guatemala.
Die Co-Mitgliedschaft begann 1972. Co-Mitglieder sind Männer und Frauen verschiedenen Alters, Kulturen und Glaubensüberzeugungen, die sich uns im gemeinsamen Bestreben anschließen, sich für das Evangelium und die Sendung der Kirche einzusetzen. In unseren Provinzen gibt es mehr als 130 Co-Mitglieder. Im Jahre 1980 wurden mehrere Provinzen zu einer US-Provinz vereinigt. Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge und der Erziehung wurden unter den „Institutional Sponsorship Services“ zusammengefasst. Die wertvollen Einsätze auf dem Gebiet von Erziehung, Gesundheitsfürsorge, Pastoral- und Sozialarbeit und der schönen Künste werden von unseren Schwestern weitergeführt. Heute arbeiten wir in zehn Ländern. Unsere Mitgliedschaft in den fünf Provinzen beträgt über 1 100 Schwestern. Unsere Apostolatsdienste, in der Vergangenheit und heutzutage, wurzeln in christlichen und franziskanischen Werten. Die Schulschwestern des hl. Franziskus sind immer noch vom Evangelium begeistert und herausgefordert und arbeiten mit anderen zusammen, um eine gerechte und friedliche Welt aufzubauen!
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